
ESG-Pricing und -Produktbündel:
Regulatorisches Muss oder Chance?

Auch wenn seit der zweiten Amtseinführung von Donald J. Trump im Jahr 2025 das Interesse rund um Nachhaltigkeit an den internationalen Finanzmärkten durchaus unter Druck geraten ist, ist das Thema aus Sicht deutscher Banken unverändert bedeutsam. Dabei gilt es insbesondere, auf der einen Seite physische und transitorische ESG-Risiken adäquat zu bepreisen und auf der anderen Seite vertriebliche Chancen zu nutzen.
Vertrieb
Zahlreiche Banken werben mit nachhaltigen Krediten oder Einlagen und setzen sich zum Teil hohe Ziele in diesem Kontext. Dafür ist jedoch ein dezidiertes ESG-Pricing erforderlich, um die Produkte marktgerecht zu konstruieren und gleichzeitig keine zusätzlichen Schäden durch fehlerhafte Konditionen oder Greenwashing-Vorwürfe zu generieren.
Regulatorik / Konditionsvorteile
Auch die Bankenaufsicht erwartet die Umsetzung von ESG-Pricing und formuliert konkrete Anforderungen an eine ESG-orientierte Gestaltung von Konditionen. Hintergrund dieser Anforderungshaltung ist, dass ESG-Pricing eines der aktiven Steuerungsinstrumente im Zusammenhang mit ESG-Risiken ist. Zum Beispiel müssten Kunden mit Immobilienfinanzierungen schlechterer Energieeffizienz oder einer höheren Gefahr von akuten Überschwemmungsrisiken demnach höhere ESG-bedingte Risikokosten in ihrem Zinssatz akzeptieren. Umgekehrt könnte eine Bank denjenigen Kunden, welche diese ESG-Risiken gar nicht oder nicht im erhöhten Maße haben, auch bessere Zinskonditionen geben und sich einen Wettbewerbsvorteil aufbauen.
Wir bei Horn & Company haben die Impulse für eine pragmatisch passgenaue Implementierung von ESG-Pricing zusammengestellt. Gerne unterstützen wir Sie bei der individuellen Umsetzung in Ihrem Institut. Sprechen Sie uns einfach an!